Wird die Zwinge auf die erforderliche Spannweite des Werkstücks eingestellt,
dann verkantet sich der untere Arm auf der Schiene. Mit zunehmenden Drehen der Spindel
steigt auch der Druck, der auf das Werkstück ausgeübt wird. Die Abmessungen bei
den Zwingen ist sehr unterschiedlich, so wie auch die Werkstücke, die festgehalten
oder zusammengehalten werden sollen, sehr unterschiedlich groß sind. Die Spannweite liegt
in der Regel zwischen 100 und 3500 mm und die Ausladung zwischen 50 und 175 mm. Die ganz
großen Schraubzwingen werden auch als Schraubknechte bezeichnet.
Beim Einkauf ist vor allem auf Qualität
zu achten, denn die Zwingen üben nicht nur einen gewaltigen Druck aus, sie müssen ihn
auch selbst aushalten. Hochwertige Zwingen entsprechen der DIN 5117. Die Spannarme sollten
aus erstklassigem Temperguss gefertigt sein, und die Gleitschiene aus blank gezogenem
Hohlprofilstahl, verzinkt und beidseitig geriffelt. Bei der Auswahl ist darauf zu achten,
dass der Gewindegriff der Spindel sich fest und kraftvoll drehen lässt, und möglichst
aus griffigem Hartholz gefertigt ist. Auch sollten die Zwingen an den Druckpunkten mit
Kunststoffkappen versehen sein, um eine Beschädigung des Werkstoffs durch Druckstellen zu
verhindern.
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